... für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf

„Ein guter Platz, um sich aufgehoben zu fühlen“

BBW-Jugendhilfe
Angela Schwager und Christoph Gerber freuen sich über die zentrale Lage des neuen BBW-Wohnangebots.

Nicht immer sind junge Menschen zu Hause am besten aufgehoben. Probleme in der Familie oder psychische Erkrankungen machen es zuweilen notwendig, dass Jugendliche in ein stationäres Wohnangebot umziehen, wie es das Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg nun im Mosbacher Stadtteil Neckarelz ins Leben ruft. In dessen Zentrum eröffnet in wenigen Monaten die Wohngruppe der Jugendhilfe „JUNIQUE“ für bis zu acht Jugendliche oder junge Erwachsene ab 15 Jahren, die besondere Unterstützung benötigen. Sechs BBW-Mitarbeitende kümmern sich im 24-Stunden-Dienst um die Bewohner und Bewohnerinnen, die sich in der oft schwierigen Übergangsphase zwischen Schule und Beruf befinden.

Das BBW ist eine Einrichtung der Johannes-Diakonie Mosbach. Es bietet Ausbildungsgänge in rund 30 Berufen für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf. „Bei unserer Arbeit im BBW-Internat haben wir festgestellt, dass manche Jugendliche eine besonders intensive Unterstützung brauchen“, erklärt Christoph Gerber, Leiter des Bereichs Wohnen und Freizeit im BBW. „Mit dem neuen Wohnangebot setzen wir am Übergang der Jugendlichen ins Berufsleben an und ergänzen damit das bestehende Jugendhilfeangebot in der Region.“

Eine Ausbildung am BBW sei keine Bedingung für die Aufnahme. Dennoch können die Jugendlichen die vielen begleitenden Angebote und Kooperationen des BBWs nutzen. Denn das Ziel ist, die Bewohner auf ein selbstständiges Leben nach der Jugendhilfe-Maßnahme vorzubereiten, betont die Leiterin der Jugendhilfe Angi Schwager: „Dafür legen wir gemeinsam mit dem Jugendlichen und den Jugendämtern Hilfepläne fest um individuelle Ziele des jungen Menschen im Fokus zu behalten. Dabei kann es sich beispielsweise um Alltagskompetenzen wie den Umgang mit Geld handeln oder auch das Erlernen von Bewältigungsstrategien in unterschiedlichen Lebenssituationen. Auch die Eltern möchten wir in unsere Arbeit mit einbeziehen.“ Die Aufgabe der betreuenden Mitarbeiter sei es vor allem, den Jugendlichen einen verlässlichen Rahmen für das Leben abseits des Schul- und Ausbildungsbetriebs zu geben. „Wir werden gemeinsame Essenszeiten haben und Freizeitaktivitäten unternehmen“, kündigt Schwager an. Die Verankerung im Stadtteil, zum Beispiel durch Mitgliedschaften in Vereinen, sowie erlebnispädagogische Maßnahmen stehen dabei ganz oben auf der Agen

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