...stark für Ausbildung und Beruf

Dieser Preis stärkt das Miteinander

Mosbach. Es ist ein Preis, der sich an alle Schulen richtet: Mit dem „Rósza und Richard Zöller-Preis“ möchte Preisstifter Richard Zöller gemeinsam mit dem Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg der Johannes-Diakonie in der Region inklusive Schulprojekte fördern und das Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung stärken. Das machten die Projektbeteiligten jüngst bei der Verabschiedung der Richtlinien und der Unterschrift unter die gemeinsame Vereinbarung deutlich. Der Preis soll ab dem laufenden Schuljahr jährlich vergeben werden, ein entsprechendes Schreiben sei den Schulleitungen in diesen Tagen bereits zugegangen.

Der Preis trägt den Namen von Rósza Zöller, im vergangenen Jahr verstorbene Lehrkraft an der BBW-Berufsschule, und deren Mann Richard. Dieser hat als Pädagoge am Neckarelzer Auguste-Pattberg-Gymnasium (APG) bereits zahlreiche Projekte von APG- und BBW-Schülern erfolgreich auf den Weg gebracht. „Meiner Frau lag immer das Miteinander von Schülern mit und ohne Behinderung am Herzen, sie wollte diesen Preis persönlich in die Wege leiten – nun mache ich das in ihrem Sinne“, so Zöller. Der Sozialpreis würdige damit die Lebensleistung von Rósza Zöller.

„Dieser Preis gilt uns als Vermächtnis“, unterstrich auch BBW-Leiter Manfred Weiser. Ziel sei es, inklusive Projekte, die das soziale Lernen fördern, zu würdigen. „Als inklusive Projekte verstehen wir in diesem Zusammenhang Kooperationsprojekte zwischen der Berufsschule des BBW und anderen Schulen in der Region – gleich welcher Schulart.“ Der Preis solle die Potenziale und das gegenseitige Verständnis junger Menschen mit und ohne Behinderung stärken und aufzeigen, dass sich gesellschaftliches Engagement lohne, machte der BBW-Leiter weiter deutlich. Projekte einreichen könnten Schüler/Schülerinnen-Teams ebenso wie Lehrkräfte oder Ausbilder/Ausbilderinnen.

Weiser dankte darüber hinaus Richard Zöller für die Möglichkeit, einen solchen Preis ausloben zu können, und würdigte ihn als „Mentor“ der seit vielen Jahren bestehenden Bildungspartnerschaft zwischen BBW und APG. Auch habe Zöller als Gymnasiallehrer die Gelegenheit zum Perspektivwechsel genutzt und bereits an der BBW-Berufsschule sowie an der Schwarzbach Schule der Johannes-Diakonie unterrichtet. „Das sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte und anderen Kollegen nur empfehlen kann“, so Zöller dazu. Wichtig sei ihm daher auch gewesen, dass in die Jury, die über die Preisvergabe befindet, auch Lehrerinnen und Lehrer des BBW sowie ein Mitglied der Teilnehmervertretung des BBW berufen werden.

Das jährliche Preisgeld, das die Gewinnerteams erhalten werden, sei eine Spende von Rósza und Richard Zöller, so Karin Neufert, Leiterin des Bereichs Fundraising der Johannes-Diakonie. Überreicht werde dies bei einer öffentlichen Veranstaltung, in dessen Rahmen sämtliche eingereichte Projekte vorgestellt werden. Gespannt sind alle Initiatoren darauf, welche Projekte dies dann am Ende des Schuljahres sein werden

Info: Weitere Infos zum „Rósza und Richard Zöller-Preis“ bei BBW-Leiter Manfred Weiser, E-Mail: manfred.weiser@johannes-diakonie.de

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