...stark für Ausbildung und Beruf

Der Umstieg hat sich gelohnt

Mosbach. Vor einigen Monaten verbannten die Cafeterien der Johannes-Diakonie am Standort Mosbach Einwegkaffeebecher aus ihren Regalen. Wer im Kultur- und Begegnungszentrum fideljo und in der Cafeteria des Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg seither einen Kaffee zum Mitnehmen bestellt, bekommt ihn entweder in einem mitgebrachten Becher oder aber in einem Pfandbecher von „Recup“ ausgeschenkt. Welches Zwischenfazit ziehen die beiden Cafeterien nach der Umstellung? Haben die Kunden den Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortung akzeptiert?

„Die Einführung der Recup-Becher verlief reibungslos“, so Maja Schweizer. „Nur ganz vereinzelt haben Kunden auf die Pfandbecher ablehnend reagiert“, ergänzt die stellvertretende Gastroleitung im fideljo. Im Gegenteil: „Wir haben jede Menge positive Rückmeldungen auf die Umstellung bekommen.“ Seit März 2019 bezahlen Kunden, die einen Kaffee zum Mitnehmen bestellen und keinen eigenen Becher dabei haben, einen Euro Pfand für einen mintgrünen „Recup“-Becher. Der Becher kann später an jedem der am „Recup“-System beteiligten Cafés oder Bäckereien abgegeben werden. Deutschlandweit werden dies immer mehr, auch ganze Städte wie die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart haben das System inzwischen eingeführt. Im Neckar-Odenwald-Kreis sind die Mosbacher Cafeterien der Johannes-Diakonie – neben dem Bürgermarkt in Neukirchen – (noch) alleine auf weiter Flur.

Ebenfalls im März hat die Cafeteria des Berufsbildungswerks Mosbach-Heidelberg auf das Becherpfand-System umgestellt. Auch hier hätten fast alle Kunden den Wechsel begrüßt, so Ausbilderin Marion Bartik. „Viele Studierende der Dualen Hochschule kommen zu uns. Einige hatten schon vorher nachgefragt, wann wir endlich die Einwegbecher abschaffen.“ Nachdem dies geschehen war, habe es jede Menge Lob gegeben. Lediglich der „Becher-Kreislauf“ liefe noch nicht ganz rund. „Derzeit geben wir deutlich mehr Becher aus als wir zurückbekommen“, erläutert Marion Bartik weiter. Der Umstieg habe sich aber auf jeden Fall gelohnt. „So haben wir durch die Pfandbecher beispielsweise deutlich weniger Müll, um den wir uns kümmern müssen.“

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